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Freitag, 13. Dezember 2013

Nationalgalerie heisst von nun an - VW Bude


(Bild: Völkischer Realismus - Untertitel: "Ziel der Zusammenarbeit mit Kunst- und Kulturschaffenden ist es, neue Perspektiven und Impulse sowohl für Mitarbeiter wie auch für die Öffentlichkeit zu schaffen." - Kraft durch Freude eben ... -)

Zitat Presserklärung vom 11.12.2013:.../Die Partnerschaft mit der Nationalgalerie ermöglicht es Volkswagen, das Engagement im Kunst- und Kulturbereich weiter zu vertiefen. Die Kooperation ist zugleich Ausdruck der umfassenden Verantwortung, die Volkswagen für die Gesellschaft übernimmt. Ziel der Zusammenarbeit mit Kunst- und Kulturschaffenden ist es, neue Perspektiven und Impulse sowohl für Mitarbeiter wie auch für die Öffentlichkeit zu schaffen./...Zitat Ende.

Volkswagen kooperiert nun mit der Nationalgalerie besser wäre die Formulierung penetriert ein staatliches Museum und versucht den, für die staatlichen Museen, himmelhoch peinlichen Vorfall an die große Glocke zu hängen. Leider erfolglos, die Berliner Medienlandschaft ging über diese Vorgänge schweigend hinweg, oder es ist wieder einmal Informationsunterdrückung um dieses Treiben zu behübschen.

Seit Jahrzehnten erleben wir die Privatisierung des Öffentlichen in jedem Bereich des täglichen Lebens. Ohne Not verscherbelt die darstellende Politik Gemeingut an Privat, bei näherer Betrachtung meist ohne jeglichen Gewinn. Die Nutznießer dieser Vorgänge, von Politik kann nicht mehr gesprochen werden, finanzieren dann ab und an nach ihrem Gutdünken einzelne "öffentliche" Projekte, ausschließlich zu ihren ureigensten Werbezwecken. So wird aus der Oper eine Projektionsfläche für Daimlerwerbung, aus der Universitätsbibliothek ein Bookshop von VW und aus Veranstaltungshallen für Populärkultur eine O2 Arena nach altrömischen Colloseumsvorbild. Die damit einhergehende Werbung lehnt die Mehrheit wohl angeekelt ab, aber trotzdem sickert sie ein und wirkt.

Nichts gegen Gönnertum aber alles gegen dreiste Werbung und Steuervermeidung durch gewichtetes "Kultursponsoring". Wieso kann sich VW aussuchen für welche Bereiche das Geld, dass sie der Öffentlichkeit schulden, auch Autobauer sind steuerpflichtig, ausgegeben wird? Wieso kann ein Konzern aktive Kulturpolitik, oder eben das genau Gegenteil von Kulturpolitik, mit Sponsoring betreiben und manipulieren? Wie kann in einer solchen Situation noch von der "Freiheit der Kunst" gesprochen werden, wenn doch private Zusammenhänge längst bestimmen was Kunst und Kultur zu sein haben? Wieso werden nicht die Steuerzahler, also die Masse der Menschen, als Hauptfinanziers öffentlicher Bildungs- und Kultureinrichtungen geehrt und hofiert, sondern mit überzogenen Eintrittspreisen von vielen Angeboten einfach ausgeschlossen?

Die, von der Mehrheit der Menschen bezahlten, Lohn-, Umsatz- und Verbrauchsteuern ergeben ca. 80 Prozent des gesamten Steueraufkommens, die Unternehmens- und Gewinnsteuern machen nur etwa 12 Prozent aus. Diese Mehrheit kann sich nicht aussuchen wo ihre Steuermittel versickern, sie werden nicht gefragt ob sie ein VW Logo auf ihrer Universitätsbibliothek sehen wollen und sie müssen tatenlos zusehen wie ihre Nationalgalerie und ihre Oper zu Werbeflächen verkommen. Demokratisch ist das nicht, es ist Absolutistisch und tendenziell Totalitär. Der Autokönig sucht sich aus welche Hofnarren er füttert und welche er verhungern läßt. Die Unternehmen sollen einfach nur ihre Steuerlast bedienen und ein gesellschaftlicher Diskurs in Form von tatsächlicher Politik muss die Mittel zum Wohle aller Interessensgruppen der Gesellschaft verteilen, das wäre dann demokratisch. Die Rosinenpickerei des privaten Kultursponsorings aber, ist nicht nur ein durchsichtiger Etikettenschwindel, sondern viel schlimmer noch, ein Kulturkampf gegen Demokratie und Aufklärung. So gesehen wäre es viel konsequenter, sich einzugestehen, dass wir unsere Kultur verlieren und vernichten. In die ehemalige Nationalgalerie sollte Mac Donalds einziehen der Räumlichkeiten für einen VW Showroom zur Verfügung stellt, ein paar Kunstdrucke könnte man dann ja noch neben den Toiletten aufhängen, sollte da noch werbefreier Raum übrig bleiben.

Jetzt klauen die Autobauer auch noch öffentliche Kulturinstitutionen - was kommt als nächstes? VW übernimmt Krankenhäuser und Pflegeheime um aus beinamputierten und querschnittsgelähmten Patienten geländegängige Vierradcyborgs zu machen? Daimler kauft alle Grundschulen um der Masse der Menschen statt lesen und schreiben, das Autowaschen beizubringen? Mögen wir in spannenden Zeiten leben - wir werden sehen.

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